Ein besonderer Tag mit der ARD
Es gibt Begegnungen, bei denen man nach wenigen Minuten merkt: Das passt.
Stephanie Vollmann und Sabine Boland, zwei renommierte Journalistinnen und Autorinnen der ARD, hatten mich kontaktiert, weil sie auf meine Emily-in-Paris-Tour aufmerksam geworden waren. Sie wollten mich kennenlernen und verstehen, wie ich auf die Idee zu dieser Tour gekommen bin. Also trafen wir uns in einem kleinen Bistro im fünften Arrondissement.
Ich kannte die beiden vorher nicht. Und trotzdem war da sofort dieses Gefühl von Vertrautheit. Wir haben viel gelacht und uns einfach miteinander wohlgefühlt. Manchmal stimmt die Chemie einfach von der ersten Minute an.
Draußen war Paris grau und regnerisch. Drinnen saßen drei Sonnenscheine bei Kaffee und Lunch.
Aus diesem ersten Treffen wurde eine wunderschöne Zusammenarbeit.
Stephanie und Sabine begleiteten mich für ihre ARD-Dokumentation an verschiedenen Tagen und zeigten dabei viele Facetten von Paris – und vor allem mein Paris.
Mein Paris vor der Kamera
Ein Teil der Dreharbeiten fand während meiner Emily-in-Paris-Tour statt. Zehn Gäste waren dabei und wurden plötzlich selbst Teil eines Filmteams. Für die meisten war es das erste Mal vor einer Kamera. Ich fand es unglaublich süß, ihre Aufregung mitzuerleben.
Für mich fühlte sich das erstaunlich vertraut an. Ich habe zehn Jahre lang für das Deutsche Fernsehballett in Berlin getanzt und stand in dieser Zeit sehr viel vor der Kamera. Und plötzlich hatte ich diesen kleinen Aha-Moment: Back to the roots.
Ah ja, dieses Gefühl kenne ich.
Diesmal allerdings als Nadine, als Stadtführerin und als jemand, der sein ganz persönliches Paris zeigen durfte.
Ein besonderer Moment zum Schluss
Als ich bei der Premiere den fertigen Film zum ersten Mal gesehen habe, war ich ziemlich aufgeregt. Man weiß nie genau, wie andere Menschen einen einfangen und wie man am Ende wahrgenommen wird. Ein kleines Spiel mit dem Feuer.
Umso schöner war es zu sehen, wie liebevoll Stephanie und Sabine mich und mein Paris eingefangen haben. Ich habe mich während der Dreharbeiten unglaublich gut aufgehoben gefühlt und war im fertigen Film sogar viel öfter zu sehen, als ich erwartet hatte.
Einer meiner liebsten Momente entstand auf einer Dachterrasse im 18. Arrondissement. Hinter uns Sacré-Cœur, vor uns das Kamerateam. Sabine stellte mir sehr persönliche Fragen und plötzlich wurde ich emotional.
Mit 30 bin ich nach Paris gekommen. Ich hatte das Engagement am berühmten Lido de Paris bekommen und damit ging für mich ein absoluter Traum in Erfüllung.
Dafür ließ ich mein Leben in Deutschland hinter mir und zog in ein neues Land, ohne Französisch zu sprechen und ohne hier jemanden zu kennen. Ich war vielleicht ein bisschen naiv. Oder einfach mutig genug. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Und ich habe gewagt.
Paris hat mir die Möglichkeit gegeben, mich noch einmal neu zu erfinden. Aber das ist nicht einfach passiert. Ich habe selbst viel dafür getan und mir hier Schritt für Schritt mein eigenes Leben aufgebaut.
Heute darf ich genau hier Menschen aus aller Welt mein Paris zeigen.
Da saß ich nun, mit Sacré-Cœur im Hintergrund, und plötzlich wurde mir bewusst, wie viel in all den Jahren passiert ist.
Ich wurde emotional. Einfach so. Und genau das ist im Film geblieben. Denn am Ende zeigt sie nicht nur mein Paris.
Sie zeigt auch ein kleines Stück von mir.
Dafür bin ich Stephanie und Sabine sehr dankbar. Für ihren Blick, ihr Vertrauen und für die Nähe, die während dieser gemeinsamen Zeit entstanden ist.