Plantation
In meinem Viertel im 18. Arrondissement entsteht gerade etwas Neues, das ich sehr spannend finde: eine kleine Dachterrasse namens Plantation.
Eine Gruppe junger Leute hat hier einen Ort geschaffen, der sich langsam, aber selbstbewusst entwickelt – mit viel Grün, eigener Produktion und einer klaren Idee von Gemeinschaft.
Die Stadt unterstützt das Projekt, und aus dieser Initiative ist inzwischen ein echter kleiner Treffpunkt geworden. Kein großer, lauter Spot, sondern eher ein Ort, der sich organisch entfaltet.
Die Pflanzen wachsen hier nicht nur zur Dekoration, sondern werden tatsächlich genutzt – in der Küche, an der Bar, in den Cocktails, die man dort bestellen kann. Es gibt auch frische Obst- und Gemüsekörbe zur Bestellung. Ich mag diesen lebendigen Ansatz sehr, gerade in einer Stadt, in der man sonst so oft auf künstliche oder rein dekorative Lösungen trifft.
Was ich daran besonders mag, ist diese Mischung aus Einfachheit und Leben. Menschen kommen zusammen, leben ein Stück ihrer Träume und probieren sich aus – jeder auf seine eigene Weise, aber doch verbunden durch diesen Ort.
Und über allem liegt dieser weite Blick: ganz in der Ferne sieht man die Kuppel des Sacré-Cœur – fast wie ein Fixpunkt für das Viertel.
Es ist kein klassischer Rooftop-Spot in Paris, eher ein kleines Experiment, das sich gerade erst formt.
Und vielleicht ist genau das das Schöne daran: dass es noch nicht fertig ist, sondern sich ständig verändert – so wie mein Viertel auch.
Plantation Paris - Ferme Urbaine
37 Rue des Cheminots, 75018 Paris